Was ist die Inbetriebsetzungsanzeige?
Mit der Inbetriebsetzungsanzeige meldet der eingetragene Elektrofachbetrieb dem Netzbetreiber, dass die Erzeugungsanlage fertig errichtet wurde und normgerecht an das Niederspannungsnetz angeschlossen werden kann. Sie bestätigt unter anderem die Einhaltung der technischen Anschlussregel VDE-AR-N 4105 und ist Voraussetzung dafür, dass der Netzbetreiber die Zählersetzung veranlasst und die Anlage einspeisen darf.
Wichtig: Die Bezeichnung und der Aufbau des Formulars unterscheiden sich je nach Netzbetreiber. Manche verwenden den bundesweiten VDE-Vordruck E.8, andere eigene Formulare oder reine Online-Portale. Prüfen Sie daher immer, welches Formular Ihr örtlicher Netzbetreiber verlangt.
Diese Angaben werden typischerweise benötigt
- Anlagenstandort und Anschlussdaten: Adresse, Zählernummer, ggf. Vorgangs- oder Anmeldenummer aus der Netzanfrage
- Anlagenbetreiber: Name und Kontaktdaten des künftigen Betreibers
- Technische Daten: installierte Modulleistung (kWp), Wechselrichter mit Typ und Scheinleistung, Einspeiseart (Überschuss- oder Volleinspeisung)
- Speicher: falls vorhanden, Typ, nutzbare Kapazität und Betriebsweise
- NA-Schutz: Angaben zum Netz- und Anlagenschutz gemäß VDE-AR-N 4105
- Datum der Inbetriebsetzung und die Unterschriften von Elektrofachbetrieb und ggf. Anlagenbetreiber
Typische Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Abweichende Leistungsangaben: Die Werte in der Inbetriebsetzungsanzeige müssen zu den Angaben aus der ursprünglichen Netzanmeldung passen. Wurde während der Installation etwas geändert (z. B. anderer Wechselrichter), sollte dies dem Netzbetreiber gemeldet werden.
- Fehlende Unterschriften oder Eintragungsnummer: Ohne Unterschrift und Installateurausweis- bzw. Eintragungsnummer des Fachbetriebs wird das Formular in der Regel nicht akzeptiert.
- Unvollständige Speicherangaben: Batteriespeicher gelten ebenfalls als Erzeugungseinheit im Sinne der VDE-AR-N 4105 und müssen mit angegeben werden.
- Falsches oder veraltetes Formular: Netzbetreiber aktualisieren ihre Vordrucke regelmäßig. Verwenden Sie immer die aktuelle Version aus dem Portal Ihres Netzbetreibers.
So hilft der PV-Netzplaner
Der PV-Netzplaner führt Sie durch alle Schritte der Netzanmeldung, zeigt die Anforderungen des jeweiligen Netzbetreibers und prüft hochgeladene Dokumente auf Wunsch per KI auf Vollständigkeit und Plausibilität – so fallen fehlende Angaben auf, bevor der Netzbetreiber rückfragt.